Als die Bildzeitung warb,
die Wahrheit bedürfe des Muti­gen, der sie ausspricht,
meldete er sich zur Stelle.

Der Epiker, erfährt man, hat eine löchrige Erin­nerung.
Der Epiker, erfährt man, kann nichts dafür.
Der Epiker, erfährt man, kann sich keinen Reim drauf machen, was da passiert ist.
Der Epiker, erfährt man, will es endlich loswerden.

Der Epiker, erfährt man, schreibt gegen die, die eine löchrige Erin­nerung haben.
Der Epiker, erfährt man, schreibt gegen die, die nichts dafür kön­nen.
Der Epiker, erfährt man, schreibt gegen die, die sich keinen Reim drauf machen kön­nen, was da passiert ist.
Der Epiker, erfährt man, schreibt gegen die, die es endlich loswer­den wollen.

Der Epiker, erfährt man, ist ein erfahrener Mann.
Der Epiker, erfährt man, ist ein Mann, der weiß, was vorgeht.
Der Epiker, erfährt man, ist ein Mann, dessen Wort gilt.
Der Epiker, erfährt man, ist ein Mann des Worts.


12.8.2006

erschienen in: Globkult

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